Hallo Leben

Hallo Leben, wir kennen uns schon eine ganze Weile und bisher lief’s ganz gut mit uns beiden. Ich setze auf Diplomatie, wo andere streiten. Meine Wünsche sind bescheiden. Ich hänge an dir, doch gerade machst du’s mir nicht leicht, schickst mich an zu viele Fronten. Ich trete an mit nichts als einer verdammten Schleuder und einem Stein in der Hand. 

Hallo Leben, hallo meine werten Bummelfreunde, einen besseren Einstieg als diese Textzeile von der bezaubernden Fräulein Frey hätte ich wohl für meine kleine Blogauszeit nicht wählen können. Im letzten halben Jahr ist einiges passiert. Das Leben schickte mich an verschiedene Fronten. Zerrte an mir, verhalf mir Großes zu leisten und dennoch möchte ich mehr. Wieder mehr ich sein. So wie Fräulein Frey im Refrain singt, will ich rufen: „Hallo Leben ich häng an dir, lass deine Schatten hinter mir!“

A mind full of mess –> re:mind

In meinem Kopf tobt es. A mind full of mess. Im Leben gibt es viele Dinge, um die man sich eigentlich zu viel den Kopf zerbricht. Das Leben kann Spuren von müssen enthalten, ja. Aber im Prinzip ist es im Leben doch wichtig, sich nicht zu sehr vom Stress bestimmen zu lassen und eine gute Balance zwischen müssen und wollen zu finden. In den letzten Wochen hatte ich zwei Veranstaltungen besucht, die das unterstrichen. Da war der Workshop von re:blog, auf dem ich bereits im letzten Jahr war. Damals berichtete ich vom kleinen Glück im Alltag.

Diesmal war das Thema re:mind. Der Fokus lag darauf Bewusstsein zu schaffen – für seine Umwelt und sich selbst. Was möchte ich? Was ist mir wichtig? Achtsamkeit ist immer ein wichtiges Stichwort – nicht nur im Herbst. Ganz leise mit Zwischentönen begann der Workshop mit einer Meditation. Einatmen. Ausatmen. Dabei die Gedanken bei sich selbst und seinen Lieben mit Segen wie „Mögest du glücklich sein.“ Es folgten Vorträge wie vom Abenteurer Alistair Humphreys. Seine Botschaft: Abenteuer müssen nicht immer weit draußen sein, auch die kleinen Abenteuer in der Nähe machen Spaß. Also statt dem Ruf der Couch zu folgen, warum nicht einfach mal seine Heimat erkunden und draußen schlafen oder ganz verrückt in einen Fluss springen – im Herbst bzw. Winter? Einfach mal aus der Gewohnheit ausbrechen. Wir seien doch eigentlich alle in unserem kleinen Gefängnis im Kopf unterwegs. Unser Ziel sollte es sein, uns selber bewusst zu werden wer wir sind, uns befreien und anfangen zu leben.

Live life to the fullest

Hier muss ich meine andere Begegnung mit Nick Martin hervorheben. Einige von Euch kennen ihn vielleicht aus seinem Programm „6 Jahre Weltreisen – die geilste Lücke im Lebenslauf“. Auch er war gefangen in einem doch recht guten Leben mit Job, fettem Auto und rosigen Aussichten. Doch fand er 2009 Erfüllung und ein Dauergrinsen, nach einem 3-wöchigen Trip durch Neuseeland. Danach beschloss er ein ganzes Jahr auf Weltreise zu gehen. Aus dem einen Jahr wurden sechs. Er erlebte eine Vielzahl an Abenteuern, schwebte das eine (bei einem Hurrican auf einem Segelboot auf hoher See) oder andere Mal (auf Fitschi ausversehen von einer Harpune angeschossen) in Lebensgefahr, doch hat er sein Glück gefunden. Jeder muss für sich selber herausfinden, auf welchem Pferd man sitzt und ob es auch das richtige für einen ist. Manche mögen einen geraden, vorbestimmten Weg und ein geregeltes Leben. Ihre Abenteuer bestehen im Job und in Ihren Kindern. Auf dem anderen Pferd schlägt man eben gerne Haken.

Wichtig ist, dir bewusst zu werden, dass du dein eigener Superheld bist. Du übernimmst die Verantwortung für dein Leben. Also habe keine Angst, lebe es und vergeude es nicht. Lerne die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Und wenn du nur mit einem Stein und einer Schleuder in der Hand bewaffnet bist, springe über deine eigenen Schatten und denke dir einfach:

Hallo Leben, heute hast du mich so verarscht, aber morgen ist auch noch ein Tag.

P.S. Für ein erstes kleines Abenteuer am Samstag den 11.11. empfehle ich Euch das Release Konzert von der inspirierenden Fräulein Frey im kukuun auf dem Hamburger Spielbudenplatz. Einlass ist ab 19 Uhr.

 

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